Auszeichnungen

World Bodypainting Award Kategorie Kunst 2014

 

Bodypainting WM 2014

Von Helena Sender-Petry

BODYPAINTING Ingelheimer Team am Wörthersee erfolgreich / Michael Horczek gewinnt Image Award 2014

INGELHEIM - Noch immer ist Michael Horaczeks Begeisterung frisch und spürbar. Und das liegt nicht nur daran, dass er den Image Award 2014 der World Bodypainting Association gewonnen hat. „Es war einfach super“, bringt er die Tage in Österreich auf den Punkt. Denn er gehörte zum Team von Peter und Petra Tronser, mehrmaliger Weltmeister im Bodypainting, die Horaczek beim Wettbewerb unterstützten. Als Fotograf und Bildbearbeiter hat er sich längst einen Namen gemacht, was der Image Award dokumentiert. Doch in der Kategorie Bodypainting ist er ein Neuling, hat zum ersten Mal mit einem Model gearbeitet. Sechs Monate intensive Vorbereitung lagen hinter ihm, bevor der das Thema „Pop Art“ im Wettbewerb realisieren konnte. „Seit vielen Jahren begleite ich die Bodypainting-Szene, es hat mich einfach sehr gereizt einmal als Akteur dabei zu sein“, sagt Horaczek, der mit dem Model Kathrin Hilgert, ebenfalls aus Ingelheim, in der offenen Kategorie an den Start ging. Sie landeten mit Assistentin Nadja Tschinder nach fünfeinhalb Stunden Wettkampfzeit als Beste deutsche auf Platz 10. Eine Platzierung, die sich so mancher Profi bei seiner ersten WM-Teilnahme gewünscht hätte. Horaczeks „Pop Art“-Umsetzung war auch deshalb ungewöhnlich, weil er dem Thema einen politischen Aspekt gab. Keine Blumen oder grellen Farbspiele wollte er umsetzen, sein Model verwandelte sich in die Berliner Mauer, die 1989 fiel. Die zeitgeschichtliche Komponente überraschte und beeindruckte die Jury. Dass er seine Technik verfeinern muss, weiß Horaczek genau. „Nicht alle Linien waren akkurat, das gab Abzüge.“ Die Top-Ten-Platzierung bei der Wettkampfpremiere ist ein Indiz, dass es noch viel Luft nach oben gibt und Horaczek das Potenzial hat, zu den Siegern zu gehören. Jetzt will er weiter machen, „ich habe Blut geleckt“, lacht er und freut sich schon auf das nächste Jahr. Horaczek: „Unter die besten zehn der Bodypainter in der offenen Kategorie zu kommen war für mich ein absolutes Highlight. Aber in meiner eigentlichen Kategorie als Fotograf auch noch zu gewinnen toppt alles.“ Mit über 250 Teilnehmern aus 46 Nationen gemeinsam eine so schnell vergängliche Körperkunst zu erschaffen habe alle seine Erwartungen übertroffen.

Kärtner Zeitung