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Allgemeine Zeitung vom 12.01.2009
 
INGELHEIM (hwh). "Die Stadt Ingelheim wird in kontinuierlichen Schritten verschönert, deshalb wird Kunst im öffentlichen Raum sichtbar gemacht", sagte Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard, der die Fotoausstellung von Michael Horaczek in der Galerie im Neuen Rathaus eröffnete, die bis zum 2. Februar zu sehen ist.

Der Ingelheimer Fotograf dokumentiert in einer Bilderserie das Entstehen der Bronzegüsse des Brunnenkunstwerkes von Carin Grudda, das bis zum 25. April auf dem Platz an der Friedrich Ebert-Straße enthüllt sein soll. Zudem schildert Horaczek seine überwältigenden Empfindungen: Er erlebte die in der Nähe Roms gelegene "Fonderia Caporella" als einen ganz besonderen Ort. 800 Fotos hat Horaczek bei seinem Besuch in der Werkstatt des international anerkannten Bronzegießers, Pietro Caporella, gemacht, und danach 50 Aufnahmen ausgewählt. Weniges hat den Fotografen Horaczek nach eigener Aussage bisher so beeindruckt wie das Miterleben eines wesentlichen Schaffensprozesses, der die Künstlerin mit dem Gießer und dessen Team zusammenbringt. Horaczek ist es gelungen, die eigene Begeisterung, Wertschätzung und Hochachtung in seinen Bildern zu verdeutlichen. Dabei wird aus dem beobachtenden Fotografen Michael Horaczek selbst ein Künstler, der dem späteren Betrachter Momente im Zusammenspiel von Künstlerin, Bronzegießer und Team festhält. "Zwischenkunst" nennt Horaczek seine Bildsprache, die Teil von Caporellas Kunst und Fertigkeit geworden ist.

Mit dieser Ausstellung soll auch der Prozess befördert werden, sich mit Kunst im öffentlichen Raum zu befassen. "Wir freuen uns auf spannende Diskussionen", sagte der Oberbürgermeister. Um Neugier zu wecken, wandert ein Teil der Bilder im Februar in die Sparkasse Rhein-Nahe und wird ab März in Geschäften der unteren Bahnhofstraße gezeigt.

Für eine musikalische Untermalung sorgte Dirko Juchem.